Wildhaltung2024-04-24T12:25:37+02:00

Entwicklung der Thüringer Wildhaltung 2021

Die Wildhaltung ist ein extensiver landwirtschaftlicher Produktionszweig, der vorrangig der Fleischerzeugung, der Landschaftspflege und flächendeckenden Grünlandbewirtschaftung dient. Auf ca. 1000 Hektar Grünlandfläche wird in 240 Gehegen mit 4100 Zuchttieren Dam-, Rot-, Sika- und Muffelwild ein qualitativ hochwertiges Wildfleisch produziert. Bei einer Jahresproduktion von 95 Tonnen Gehegewild (Jagdgewicht) kommen 10 % des Thüringer Gesamtaufkommens (Jagd und Gehege) an Wildwiederkäuerfleisch aus der Gehegehaltung. Beim Gehegewildfleisch dominiert Damwild mit 77 % gefolgt von Rotwild mit 14 %, Sikawild mit 6 % und Muffelwild mit 3 %. Rehe sind kein Gehegewild.
Die Gehegegrößen in Thüringen variieren zwischen der Mindestgröße von 1 Hektar und 50 Hektar. Neben der Haltung nur einer Wildart gibt es auch viele Gehege, die bis zu drei Wildarten zusammen halten.
Das frische Wildfleisch wird in Teilstücken bzw. portioniert überwiegend kurz vor Weihnachten in Direktvermarktung angeboten. Im Anbieterverzeichnis der Homepage sind einige Thüringer Wildhalter gelistet.
Die Bedingungen für die Haltung von Gehegewild sind in der Leitlinie und dem Richtwertekatalog (siehe Homepage) aufgeführt. Die notwendigen Sachkunden werden in Thüringer Lehrgängen aber auch bundesweit angeboten.

Über weitere aktuelle Grund- und Referenzdaten sowie Richtwerte zur landwirtschaftlichen Wildhaltung in Thüringen können Sie sich im nachfolgenden Vortrag von Bernd Kästner (TLLR- Referent Wildhaltung) informieren.

Leitlinie zur effizienten und umweltverträglichen Landwirtschaftlichen Wildwiederkäuerhaltung

Die Leitlinie ist die Grundlage für die Errichtung, Erweiterung und das Betreiben einer landwirtschaftlichen Wildwiederkäuerhaltung in Thüringen. Sie beschreibt die einzuhaltenden Anforderungen des Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutzes sowie der Landwirtschaft.

Das anhängige Anzeigeformular dient der Anzeige der Wildhaltung beim zuständigen Veteriär- und Lebensmittelüberwachungsamt und den anderen beteiligten Behörden (Träger öffentlicher Belange).

Grundlagen- u. Richtwertekatalog

Wildhaltung in Thüringen und Richtwerte

In den letzten Jahren hat sich in Thüringen die Gehegefläche und die Tierzahl reduziert. Damit geht auch das Gehege-Wildfleischaufkommen zurück. Vieles spricht für die Produktion von Wildfleisch wie die hervorragende Qualität, die Lebensmittelsicherheit, das Tierwohl, der geringe SV-Grad und die am Markt erzielbaren hohen Preise. Neben all diesen positiven Punkten ist die Perspektive der Wildhaltung aber von ihrer Wirtschaftlichkeit abhängig. Diese wiederum wird von verschiedenen Rahmenbedingungen und dem betrieblichen Management beeinflusst. Bernd Kästner von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft zeigt in seinem Vortrag mögliche betriebliche Reserven anhand einiger Richtwerte auf. Weitere Informationen und Daten zur Optimierung ihrer Wildhaltung können Sie aus dem Grundlagen- und Richtwertekatalog der landwirtschaftlichen Gehegewildhaltung entnehmen.

Grundlagen- und Richtwertekatalog der landwirtschaftlichen Gehegewildhaltung

Der Grundlagen- und Richtwertekatalog der Wildhaltung enthält fachlichen Informationen zur nutztierartigen Gehegewildhaltung von Rot-, Dam-, Sika-, Muffel-, Schwarzwildhaltung sowie Bison und Strauß. Der Katalog besteht aus tabellarischen Übersichten zu Rechtsnormen, Haltung, Zucht, Fütterung, Tiergesundheit und Vermarktung. Er unterliegt der Ergänzung und Aktualisierung.

Tiergesundheit

Tierseuchenrecht und Tierkrankheiten

Die Verhinderung bzw. Bekämpfung von Tierkrankheiten und Tierseuchen ist das Anliegen eines jeden Tierhalters. Welche Rechtsnormen hier greifen, was einzuhalten ist und welche Krankheiten beim Gehegewild auftreten können, erläutert Michael Schmidt vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Weimarer Land.

Endoparasitenbehandlung im Wildgehege

Fehler im Haltungs- und Fütterungsmanagement können einen höheren Parasitendruck im Wildgehege hervorrufen. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit einer gezielten Parasitenbehandlung des Wildes erläutert Dr. Udo Moog von der Thüringer Tierseuchenkasse in seinem Beitrag.

Tierarzneimittel

Im Beitrag zum Arzneimittelrecht erläutert Herr Weiß vom Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz die einzelnen Rechtsnormen. Hier werden u.a. solche Fragen beantwortet wie: Wie und wo erhalte ich als Wildhalter Tierarzneimittel?, Welche Nachweise sind zu führen? Welche Tierarzneimittel können bei der Immbilisation eingesetzt werden?

Der restriktive Einsatz von Antiparasitika bei Gehegewild

Im Rahmen der Haltungs- und Vermarktungskategorie „ähnlich frei lebendem Wild“ dürfen Tierarzneimittel nicht prophylaktisch eingesetzt werden. Nur die Behandlung einzelner erkrankter Tiere sowie der Einsatz der Immobilisierung wird im „ähnlich frei lebendem Wild“-anerkannten Gehege von den zuständigen Veterinärbehörden toleriert. Ist ein tiergerechte und effiziente Wildhaltung ohne prophylaktische Medikamentengabe überhaupt praktizierbar? Herr Dr. Udo Moog von der Thüringer Tierseuchenkasse zeigt in seinem Beitrag die Möglichkeiten und Vorteile eines restriktiven Einsatzes von Antiparasitka in Wildgehegen auf.

Produktion

Vermarktung

Waffenrecht

Tierschutz

Im Beitrag von Carsten Weiß vom Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz stehen die Rechtsgrundlagen des Tierschutzes in Deutschland und der EU im Vordergrund. Dabei werden das Tierschutzgesetz, die Tierschutznutztierhaltungsverordnung, die Tierschutzschlachtverordnung und die Tiertransportverordnung erläutert.

Natur- und Artenschutz

Im Vordergrund des Beitrages von Petra Schache von der Unteren Naturschutzbehörde Gotha stehen die Rechtsnormen des Natur- und Artenschutzes. Dabei werden u.a. die umweltrechtlichen Anforderungen an die Errichtung und Betreibung eines Wildgeheges vorgestellt. Die Einhaltung der guten fachlichen Praxis ist die Voraussetzung für eine natur- und landschaftsverträgliche Wildhaltung.

Lebensmittelhygiene

Fleischhygiene

Im Beitrag von Michael Schmidt vom Veterinär- und Lebensmittelüber-wachungsamt Weimarer Land werden die rechtlichen Grundlagen der Fleischhygiene, die Möglichkeiten der fleischhygienerechtlichen Einordnung einer Gehegewildhaltung, die Schlachttier- und Fleischuntersuchung, die Voraussetzungen für die Vermarktung von Gehegewild und praktische Grundregeln erläutert.

Lebensmittelrechtliche Besonderheiten bei der Vermarktungs von Gehegewild

Vortrag von Frau Dr. Schindler zur Fachtagung Wildhaltung 2008 in Sömmerda

Antrag auf Anerkennung “ … ähnlich frei lebendem Wild“

Auf der Grundlage Ihres Antrages prüft das zuständige Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt inwieweit die notwendigen Anforderungen für diese Haltungs- und Vermarktungskategorie erfüllt sind. Im Beitrag „Anforderungen Haltung und Fütterung von Gehegewild -ähnlich frei lebendem Wild“ können Sie die rechtlichen und inhaltlichen Voraussetzungen nachlesen.

Klassifizierung

Hier haben Sie die Möglichkeit Schlachtkörper von Damwild-Spießern in ihrem Betrieb zu klassifizieren und eventuelle Defizite in Haltung, Fütterung und Weidemanagement aufzudecken.

Fleischklassen

1 – sehr gut

SKG ≥ 28 kg
KU ≥ 80 cm

2 – gut

SKG 25 bis 27,9 kg
KU 75 bis 79,9 cm

3 – mittel

SKG 22 bis 24,9 kg
KU 70 bis 74,9 cm

4 – genügend

SKG 19 bis 21,9 kg
KU 65 bis 69,9 cm

5 – gering

SKG < 19 kg
KU < 65 cm

Fettklassen

1 – sehr gering

Keine bis sehr geringe Fettabdeckung auf oberen Schlachtkörper, seitlich keine Abdeckung.

Fettabzug: 2% SKG

2 – gering

Geringe Fettabdeckung auf oberen Schlachtkörper, seitlich 25 bis 50% Abdeckung.

Fettabzug: 6% SKG

3 – mittel

Mittlere Fettabdeckung auf oberen Schlachtkörper, seitlich 25 bis 50% Abdeckung.

Fettabzug: 10% SKG

4 – stark

Starke Fettabdeckung auf oberen Schlachtkörper, seitlich 50 bis 75% Abdeckung.

Fettabzug: 14% SKG

5 – sehr stark

Sehr starke Fettabdeckung auf oberen Schlachtkörper, seitlich 75 bis 100% Abdeckung.

Fettabzug: 18% SKG

Werbemittel des LLWTH e.V.

Hier finden Sie die Werbematerialien des LLWTH e.V.

Rucksack zum Wandern und Radfahren.

Leichte Regenjacke

Weste (Softshell)

Weste für kältere Jahreszeiten

Der Rezept-Flyer LLWTH ist nicht mehr verfügbar. Ein neuer Flyer wird gegenwärtig erstellt.

Papier-Tragetasche für 5 kg Tragegewicht

Kunststoff-Tragetasche (nur noch Restbestände)

Rezeptbuch

Kühltasche BLW

Broschüre mit Anleitung zum Schlachten, Zerlegen und Verarbeiten von Wildfleisch

Werbepartner des LLWTh e.V.

Hier finden Sie Firmen, die Leistungen und Produkte rund um die Wildhaltung anbieten.

TELINJECT Veterinärmedizinische Spezialgeräte GmbH

TELINJECT
Veterinärmedizinische Spezialgeräte GmbH
Am Gewerbering 7B
67373 Dudenhofen
Tel.: 06232-82220
Fax: 06232-85251
E-Mail: connect@telinject.de
www.telinject.de

Teledart GmbH & Co.KG ,

Herstellung & Direktverkauf,

Narkose- Blasrohre,
Narkose- Gewehre,
Narkose Spritzenpfeile

Teledart GmbH Co.KG

Obere Heide 8,
67368 Westheim/Pfalz
Telefon: 06344-939765
Fax: 06344-939890
E-Mail: info@teledart.com

Förderung

Sachkunde

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